German Dental ClinicDr Fenjero Walid · Smile Studio

Parodontologie · 4 Min. Lesezeit

Zahnfleischbehandlung in Rabat: Gingivitis und Parodontitis

Zahnfleisch, das beim Zähneputzen blutet, ist keine Nebensache: Oft ist es das erste Zeichen einer Entzündung, die unbehandelt bis auf den Knochen übergreifen kann, der die Zähne trägt. In der German Dental Clinic in Rabat gehört die Parodontologie zu den Tätigkeitsschwerpunkten von Dr Fenjero, von der Diagnose bis zur langfristigen Nachsorge.

Illustration: Zahnfleischbehandlung

Gingivitis und Parodontitis: zwei Stadien derselben Erkrankung

Zahnfleischerkrankungen, in der Fachsprache Parodontalerkrankungen genannt, werden durch bakterielle Plaque verursacht, die sich entlang der Zähne und unter dem Zahnfleischrand ansammelt. Der Körper reagiert auf diese Bakterien mit einer Entzündung. Je nach Ausprägung und Dauer unterscheidet man zwei Stadien.

Die Gingivitis betrifft ausschließlich das Zahnfleisch. Es wird rot, schwillt an und blutet beim Putzen leicht. In diesem Stadium ist der Knochen nicht betroffen und der Zustand ist umkehrbar: Eine professionelle Reinigung und eine angepasste Mundhygiene lassen das Zahnfleisch wieder gesund werden.

Die Parodontitis liegt vor, wenn sich die Entzündung auf die tieferen Gewebe ausdehnt: auf den Faserapparat, der den Zahn verankert, und auf den umgebenden Knochen. Zwischen Zahn und Zahnfleisch entstehen Zahnfleischtaschen, in denen sich Bakterien außerhalb der Reichweite der Zahnbürste vermehren. Verlorener Knochen bildet sich nicht von selbst neu, doch eine sorgfältig durchgeführte Behandlung kann das Fortschreiten der Erkrankung in den meisten Fällen aufhalten und die Zähne länger erhalten. Im Volksmund spricht man von Parodontose oder Zahnfleischschwund.

Warnzeichen, die Sie ernst nehmen sollten

Eine Parodontalerkrankung verläuft oft schmerzlos und wird deshalb häufig erst spät entdeckt. Bestimmte Anzeichen sollten Sie jedoch abklären lassen:

  • Zahnfleischbluten beim Putzen, bei der Verwendung von Zahnseide oder beim Biss in einen Apfel;
  • gerötetes, geschwollenes oder empfindliches Zahnfleisch;
  • anhaltender Mundgeruch oder ein unangenehmer Geschmack im Mund;
  • zurückgehendes Zahnfleisch und Zähne, die länger wirken;
  • Kälteempfindlichkeit am Zahnhals;
  • neue Lücken zwischen den Zähnen, Zähne, die wandern oder sich lockern;
  • Eiter oder ein Abszess am Zahnfleisch.

Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko: Rauchen, das Blutungen verdecken und die Erkrankung zugleich verschlimmern kann, ein schlecht eingestellter Diabetes, Stress, eine familiäre Veranlagung, die hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft sowie einige Medikamente. Wenn Sie sich in diesen Punkten wiedererkennen, sind regelmäßige Kontrollen umso wichtiger.

Der Parodontalbefund: erst messen, dann behandeln

Am Anfang jeder Behandlung steht eine genaue Diagnose. Beim Parodontalbefund misst der Zahnarzt mit einer feinen Messsonde die Tiefe des Spalts zwischen Zahnfleisch und jedem einzelnen Zahn und erfasst Blutungen, Zahnlockerungen und mögliche Rückgänge des Zahnfleischs. Diese Werte werden in einem Parodontalstatus festgehalten, der später als Grundlage dient, um die Ergebnisse objektiv zu beurteilen.

Röntgenaufnahmen ergänzen die Untersuchung und zeigen die Knochenhöhe um die Wurzeln; eine Panoramaröntgenaufnahme bietet einen Überblick, bei Bedarf ergänzt durch gezielte Einzelaufnahmen. Der Zahnarzt erkundigt sich außerdem nach Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand, Ihren Gewohnheiten und Ihren Medikamenten. Nach dem Befund erklärt er Ihnen das Stadium der Erkrankung und schlägt einen passenden Behandlungsplan vor.

Die nichtchirurgische Behandlung: Zahnsteinentfernung und Wurzelglättung

In den meisten Fällen beginnt die Behandlung ohne chirurgischen Eingriff. Sie beruht auf zwei sich ergänzenden Säulen: Ihrer Mundhygiene zu Hause und der gründlichen Reinigung in der Praxis.

Im ersten Schritt zeigen wir Ihnen die wirksamen Handgriffe: die richtige Putztechnik, die Wahl der Zahnbürste und den Gebrauch von Interdentalbürstchen in der passenden Größe für Ihre Zahnzwischenräume. Ohne diese tägliche Plaquekontrolle kann keine professionelle Behandlung auf Dauer Bestand haben.

Danach folgt die professionelle Reinigung. Eine Zahnsteinentfernung beseitigt den sichtbaren Zahnstein, anschließend werden bei der Wurzelglättung die Taschen behandelt: Unter örtlicher Betäubung reinigt der Zahnarzt die Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischs mit Ultraschall- und Handinstrumenten, um anhaftenden Zahnstein und bakteriellen Biofilm zu entfernen. Je nach Ausdehnung der Erkrankung erfolgt dies in einer oder mehreren Sitzungen. In bestimmten Fällen kann ergänzend ein lokales Antiseptikum oder ein verordnetes Medikament eingesetzt werden, das die mechanische Reinigung jedoch nie ersetzt.

Nach der Wurzelglättung kann das Zahnfleisch einige Tage empfindlich sein und beim Abschwellen leicht zurückgehen. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Entzündung abklingt.

Nachuntersuchung und, falls nötig, Parodontalchirurgie

Einige Wochen nach der Wurzelglättung wird ein neuer Befund erhoben und mit den Ausgangswerten verglichen. In vielen Fällen ist die Entzündung abgeklungen und die Taschen haben sich so weit verringert, dass direkt in die Nachsorgephase übergegangen werden kann.

Bleiben an einzelnen Stellen tiefe Taschen bestehen, kann ein parodontalchirurgischer Eingriff vorgeschlagen werden. Er ermöglicht einen direkten Zugang zu den Wurzeln, um sie zu reinigen, und bei bestimmten günstigen Knochendefekten den Einsatz regenerativer Verfahren, die einen Teil des verlorenen Gewebes wieder aufbauen sollen. Auch Zahnfleischtransplantate können in Betracht kommen, um einzelne Rückgänge abzudecken. Diese Eingriffe erfolgen unter örtlicher Betäubung und werden erst nach einer ausführlichen Erläuterung von Nutzen, Grenzen und Heilungsverlauf vorgeschlagen.

Zahnfleisch, Implantate und allgemeine Gesundheit

Gesundes Zahnfleisch ist Voraussetzung für viele Behandlungen. Bevor ein Zahnimplantat, eine Krone oder ein Zahnersatz eingesetzt wird, muss die Parodontalerkrankung stabilisiert sein, sonst wären die neuen Versorgungen denselben Bakterien ausgesetzt. Auch Implantate selbst können von einer vergleichbaren Entzündung betroffen sein, der Periimplantitis, weshalb die Nachsorge so wichtig ist.

Die Forschung hat zudem Zusammenhänge zwischen Parodontitis und allgemeiner Gesundheit aufgezeigt, insbesondere beim Diabetes: Eine Zahnfleischentzündung kann die Einstellung des Blutzuckers erschweren, und ein schlecht eingestellter Diabetes begünstigt Parodontitis. Wenn Sie Diabetiker oder schwanger sind, teilen Sie dies bitte dem Zahnarzt mit, damit er den Behandlungsablauf entsprechend anpassen kann.

Die Nachsorge: der Schlüssel zu dauerhaften Ergebnissen

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung: Auch nach einer Stabilisierung kann sie wieder aufflammen, wenn die Plaque nicht mehr unter Kontrolle ist. Daher werden in regelmäßigen, an Ihr Risiko angepassten Abständen Termine zur unterstützenden Parodontitistherapie eingeplant, um das Zahnfleisch zu messen, schwer erreichbare Stellen zu reinigen und Ihre Mundhygiene zu verfeinern. Um Ihr Zahnfleisch in unserer Praxis in Agdal, Rabat, untersuchen zu lassen, können Sie hier einen Termin vereinbaren.

Ablauf

  1. ParodontalbefundMessung von Taschentiefen, Blutungen und Zahnlockerungen, mit Röntgenaufnahmen und Gesundheitsfragebogen.
  2. MundhygieneschulungVorführung der Putztechnik und Auswahl passender Interdentalbürstchen für Ihren Mund.
  3. Zahnsteinentfernung und WurzelglättungReinigung der Zähne und anschließend der Wurzeln unter dem Zahnfleisch, unter örtlicher Betäubung, in einer oder mehreren Sitzungen.
  4. NachuntersuchungEinige Wochen später neue Messungen, um das Ansprechen des Zahnfleischs auf die Behandlung zu beurteilen.
  5. Ergänzende Behandlung bei BedarfGezielter parodontalchirurgischer Eingriff oder Zahnfleischtransplantat, wenn einzelne Bereiche nicht ausreichend ansprechen.
  6. Regelmäßige NachsorgeKontrollen und Reinigungen nach Ihrem individuellen Risiko, um die erreichte Stabilität zu erhalten.

Häufige Fragen

Mein Zahnfleisch blutet beim Zähneputzen. Ist das schlimm?

Zahnfleischbluten beim Putzen ist nicht normal: Meist weist es auf eine durch Plaque verursachte Zahnfleischentzündung hin. Sie sollten die Stelle keinesfalls beim Putzen auslassen, sondern sie untersuchen lassen. Im Stadium der Gingivitis ist die Entzündung mit einer professionellen Reinigung und angepasster Mundhygiene umkehrbar.

Ist Parodontitis heilbar?

Parodontitis lässt sich stabilisieren: Die Behandlung zielt darauf ab, die Infektion zu beseitigen, die Taschen zu verringern und den Knochenabbau zu stoppen. Bereits verlorener Knochen wächst nicht von selbst nach, auch wenn in bestimmten Fällen regenerative Verfahren in Frage kommen. Eine regelmäßige Nachsorge bleibt unverzichtbar, um Rückfällen vorzubeugen.

Ist die Wurzelglättung schmerzhaft?

Die Wurzelglättung erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist während der Sitzung daher gut auszuhalten. Danach können das Zahnfleisch einige Tage empfindlich und die Zähne kälteempfindlich sein. Ein einfaches Schmerzmittel, sofern der Zahnarzt zustimmt, und sanftes Putzen reichen in der Regel aus, um diese Zeit zu überbrücken.

Meine Zähne sind locker. Lassen sie sich noch retten?

Lockere Zähne zeigen einen Verlust an Halt an, bedeuten aber nicht zwangsläufig, dass der Zahn verloren ist. Nach der Behandlung der Entzündung festigen sich manche Zähne wieder. Parodontalbefund und Röntgenaufnahmen ermöglichen es, jeden Zahn einzeln zu beurteilen und erhaltungswürdige Zähne von solchen mit ungünstiger Prognose zu unterscheiden.

Kann das Zahnfleisch in der Schwangerschaft behandelt werden?

Ja. Die hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft machen das Zahnfleisch oft empfindlicher und anfälliger für Blutungen. Reinigung und parodontale Behandlungen sind möglich, in der Regel bevorzugt im zweiten Schwangerschaftsdrittel. Informieren Sie den Zahnarzt über Ihre Schwangerschaft, damit er Betäubung, Röntgenaufnahmen und Zeitplan anpassen kann.

Wirkt sich Rauchen auf das Zahnfleisch aus?

Ja, Rauchen ist ein wesentlicher Risikofaktor für Parodontitis. Es verringert die Durchblutung des Zahnfleischs, wodurch Blutungen verdeckt werden und die Diagnose sich verzögert, und es schwächt das Ansprechen auf die Behandlung. Weniger zu rauchen oder ganz aufzuhören verbessert die Chancen, die Erkrankung zu stabilisieren. Sprechen Sie es gerne bei der Beratung an.

Die Informationen auf dieser Seite sind allgemein. Nur eine Untersuchung ermöglicht eine Diagnose und einen passenden Behandlungsplan. Aktualisiert am 14. Oktober 2026.

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