German Dental ClinicDr Fenjero Walid · Smile Studio

Technologien · 3 Min. Lesezeit

Intraoralscanner und digitale Abformung in Rabat

Viele Patientinnen und Patienten erinnern sich ungern an Abdruckmasse, die in Richtung Rachen quillt. Der Intraoralscanner ersetzt diesen Schritt durch eine kleine Kamera, die Ihre Zähne dreidimensional erfasst. In der Praxis in Agdal ist er der Ausgangspunkt für mehrere Behandlungen, von Kronen bis zu Alignern.

Illustration: Intraoralscanner

Wie funktioniert ein Intraoralscanner?

Der Intraoralscanner ist eine schlanke Kamera, etwa so groß wie eine kräftige Zahnbürste, die mit einem Computer verbunden ist. Der Zahnarzt führt sie langsam über Zähne und Zahnfleisch. Dabei nimmt sie fortlaufend sehr viele Bilder auf, die die Software in Echtzeit zu einem farbigen 3D-Modell zusammensetzt. Dieses Modell entsteht Schritt für Schritt auf dem Bildschirm.

In der Regel werden zuerst der Oberkiefer, dann der Unterkiefer und anschließend die Stellung beider Kiefer beim Zusammenbeißen erfasst. Das Ergebnis ist eine digitale Datei: Sie lässt sich vergrößern, drehen und vermessen und direkt an den Konstruktionsplatz oder das Labor übermitteln, ganz ohne Gipsmodell.

Was die digitale Abformung für Sie verändert

  • Mehr Komfort: kein mit Masse gefüllter Abdrucklöffel, der minutenlang im Mund bleiben muss. Das ist vor allem für Menschen mit ausgeprägtem Würgereiz wichtig.
  • Sofortige Kontrolle: Ist ein Bereich nicht vollständig erfasst, wird er einfach nachgescannt, ohne alles zu wiederholen.
  • Besseres Verständnis: Sie sehen Ihre Zähne vergrößert auf dem Bildschirm. So lassen sich Abnutzung, ein Riss oder eine Fehlstellung leichter nachvollziehen.
  • Verlaufskontrolle: Zwei Scans von unterschiedlichen Terminen können miteinander verglichen werden.

Die digitale Abformung eignet sich nicht für jede Situation. In manchen Fällen, etwa bei sehr tief unter dem Zahnfleisch liegenden Präparationsgrenzen oder bei bestimmten umfangreichen Zahnersatzarbeiten, kann eine konventionelle Abformung weiterhin sinnvoll sein. Der Zahnarzt wählt die Methode, die in Ihrem Fall am zuverlässigsten ist.

Für welche Behandlungen wird er eingesetzt?

In der Praxis kommt der Intraoralscanner insbesondere zum Einsatz bei:

  • Kronen, Inlays und Onlays, deren Datei direkt in den CAD/CAM-Ablauf mit der Fräsmaschine einfließt;
  • Zahnkronen und anderem festsitzendem Zahnersatz, der mit einem Labor angefertigt wird;
  • unsichtbaren Alignern, bei denen der Scan die Grundlage für die Simulation der Zahnbewegung bildet;
  • der Implantatplanung, bei der der Scan mit der Knochenbildgebung kombiniert wird, um eine navigierte Implantation vorzubereiten;
  • ästhetischen Behandlungen, etwa einer Smile-Design-Analyse;
  • Schienen zum Schutz oder zur Stabilisierung, je nach Bedarf.

In jedem Fall ist der Scan nur ein Schritt: Über die Behandlung entscheiden die klinische Untersuchung und die Diagnose.

Wie läuft ein Scantermin ab?

Sie müssen sich auf den Termin nicht besonders vorbereiten. Sie sitzen bequem, die Zähne werden abgespült und mit Luft getrocknet, da Speichel die Aufnahme stören kann. Der Zahnarzt führt die Kamera über jeden Kiefer und bittet Sie gelegentlich, den Mund etwas weiter zu öffnen oder den Kopf leicht zu drehen. Zwischen den einzelnen Durchgängen können Sie ganz normal atmen und schlucken.

Der Vorgang ist schmerzfrei und kommt ohne Röntgenstrahlung aus: Die Kamera arbeitet mit sichtbarem Licht. Wie lange er dauert, hängt vom zu erfassenden Bereich ab, von einem einzelnen Zahn bis zum gesamten Gebiss.

Vom Scan zur navigierten Implantation

In der Implantologie gewinnt der Intraoralscan zusätzlich an Bedeutung. Er erfasst die Oberfläche von Zähnen und Zahnfleisch, während eine je nach Fall verordnete dreidimensionale Aufnahme des Knochens das verfügbare Knochenvolumen und die Knochendichte zeigt. Beide Datensätze werden in einer Planungssoftware überlagert.

Der Zahnarzt kann das Implantat dann virtuell positionieren und dabei Knochen, zu schonende Strukturen und den späteren Zahn gleichzeitig berücksichtigen. Auf Grundlage dieser Planung lässt sich eine individuelle Bohrschablone anfertigen: Sie wird während des Eingriffs auf die Zähne gesetzt und führt den Bohrer in die geplante Position. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite Zahnimplantat.

Daten und Vertraulichkeit

Die 3D-Dateien sind Teil Ihrer Patientenakte. Sie werden in der Praxis aufbewahrt und nur an die Stellen weitergegeben, die an Ihrer Behandlung beteiligt sind, zum Beispiel an ein Dentallabor. Sie können jederzeit nachfragen, wie die Daten verwendet werden.

Ob eine digitale Abformung für Ihre Behandlung infrage kommt, klären Sie am besten persönlich: Vereinbaren Sie einen Termin in der Praxis von Dr Fenjero Walid in Agdal, Rabat.

Ablauf

  1. Untersuchung und IndikationDer Zahnarzt bestätigt die Behandlung und ob eine digitale Abformung sinnvoll ist.
  2. VorbereitungDie Zähne werden gereinigt und getrocknet, damit die Aufnahme präzise wird.
  3. Scan der KieferDie Kamera erfasst erst den Ober-, dann den Unterkiefer und anschließend den Biss.
  4. Kontrolle am BildschirmDas 3D-Modell wird geprüft, unvollständige Bereiche werden nachgescannt.
  5. Verwendung der DateiDas Modell dient zur Konstruktion einer Versorgung oder eines Aligners oder zur Behandlungsplanung.

Häufige Fragen

Arbeitet der Intraoralscanner mit Röntgenstrahlen?

Nein. Der Intraoralscanner ist eine optische Kamera, die mit sichtbarem Licht arbeitet, ähnlich wie ein sehr präziser Fotoapparat. Er verwendet keine ionisierende Strahlung. Deshalb ersetzt er auch kein Röntgenbild: Er erfasst die Oberfläche von Zähnen und Zahnfleisch, während das Röntgenbild das Innere der Zähne und den Knochen zeigt.

Ist die digitale Abformung so genau wie ein Abdruck mit Abdruckmasse?

Für die meisten gängigen Versorgungen, etwa Einzelkronen, Inlays oder Aligner, bietet die digitale Abformung eine für die klinische Praxis geeignete Genauigkeit. In bestimmten Sonderfällen ist eine konventionelle Abformung mitunter weiterhin vorzuziehen. Der Zahnarzt wählt die Technik passend zu Ihrem Fall und nicht pauschal.

Ich habe einen starken Würgereiz. Ist der Scan für mich erträglich?

Der Scanner wird in der Regel deutlich besser vertragen als Abdruckmasse, da nichts den Mund ausfüllt oder in Richtung Rachen fließt. Die Kamera kann jederzeit für eine Pause herausgenommen werden, danach wird die Aufnahme an derselben Stelle fortgesetzt. Sagen Sie einfach zu Beginn des Termins Bescheid.

Kann ich mein 3D-Modell sehen und behalten?

Ja, das Modell ist während und nach dem Scan auf dem Bildschirm zu sehen, und der Zahnarzt kann es Ihnen erläutern. Die Datei ist Teil Ihrer Patientenakte. Wenn Sie sie benötigen, etwa für eine andere medizinische Fachperson, können Sie sie in der Praxis anfordern.

Ist ein Scan für Aligner notwendig?

Für die Herstellung von Alignern ist eine genaue Abformung beider Kiefer unerlässlich, und der Intraoralscan ist dafür heute das übliche Verfahren. Er ermöglicht außerdem eine Simulation der geplanten Zahnbewegung. Diese Simulation dient nur zur Orientierung: Das Ergebnis hängt von Ihrer Ausgangssituation und vom regelmäßigen Tragen der Schienen ab.

Die Informationen auf dieser Seite sind allgemein. Nur eine Untersuchung ermöglicht eine Diagnose und einen passenden Behandlungsplan. Aktualisiert am 14. Oktober 2026.

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